Medizinstudium TMS-Medizinertest Deutschland

Ems Testtraining

Wer ein Medizinstudium beginnen möchte kommt kaum an ihm vorbei. Die Rede ist vom Medizinertest, kurz TMS (Test für medizinische Studiengänge). Bisher setzen 38 medizinische Hochschulen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) das Ergebnis eines spezifischen Studierfähigkeitstests (Test für Medizinische Studiengänge = Medizinertest) als Auswahlkriterium ein. Die Firma ITB-Consulting GmbH, Bonn, entwickelt den Medizinertest und wertet ihn aus.

Der Test ist derzeit für Bewerber freiwillig - aber ohne ihn zu absolvieren, besteht für Medizinstudium-Kandidaten wohl kaum eine Chance auf einen jener Plätze, die die Universitäten selbst vergeben. Und die Medizin Universitäten entscheiden selbstständig, also ohne Mitentscheidungsrecht der SfH (Stiftung für Hochschulzulassung) wie sie die Testergebnisse im Vergleich zu Abi-Note oder Berufserfahrung gewichten. Für die Bewerber wichtig zu wissen: Durch den Medizinertest (TMS) können sich ihre Chancen nur verbessern, keinesfalls jedoch verschlechtern.

Der ehemalige Chefentwickler Professor Günter Trost sagt: "Der Test hat den Ehrgeiz, eine Miniatursimulation der typischen Studienanforderungen zu sein." Es gehe um Textverständnis, mehrdimensionales Denken und Sorgfalt unter Zeitdruck.

Von 1986 bis 1997 wurden schon einmal bundesweit alle Abiturienten mit dem Wunsch auf ein Medizinstudium durch den Medizinertest geschleust. Kosten in Millionenhöhe und sinkende Bewerberzahlen waren die Gründe, den TMS Test für medizinische Studiengänge wieder abzuschaffen. Erst vor einigen Jahren wieder, wurden Stimmen und Proteste gegen die Zentralverteilung von Studienplätzen laut. Folge für die Medizin Universitäten: Nur 40 Prozent (30% Abibestenquote + 10% zusätzliche Eignungsquote) der Studienanfänger lässt die SfH weiter nach reiner Abiturnote zu. 60 Prozent müssen die medizinischen Fakultäten aus den restlichen SfH-Bewerbern eigenständig auswählen und dürfen dabei laut Gesetz die Abiturnote nur maximal 51% in ihre Entscheidung einfließen lassen. Anders ausgedrückt: Sie dürfen die Abiturdurchschnittsnote nicht allein zum Maßstab ihrer Entscheidung machen, wem sie einen Platz für das Medizinstudium zuweisen.

Mit einer hohen Punktzahl im TMS Medizinertest lässt sich ein schlechtes Abitur korrigieren, so daß ein Studienantritt im Studienfach Medizin doch noch möglich wird.

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